Das Matterhorn – Festplattenfund

Das Matterhorn ist einfach majestätisch und atemberaubend schön. Er ist zwar nicht der größte Berg in der Schweiz, aber sicherlich einmalig von der Form her. Man erkennt das Matterhorn direkt und ich war beim ersten Mal schon gnadenlos verliebt.

Ich hatte für mich bereits in der Mitte der achtziger Jahre, im vorigen Jahrhundert, zwei einfache Gleichungen:

Berge + Matterhorn = Schweiz.
Wallis + Schweiz = Wohlfühlen.

Das Matterhorn und die Schweiz sind untrennbar verbunden. Der pyramidenförmige Bergriese, der nur sehr schwer zu besteigen ist, gilt als der meistfotografierte Berg der Welt [1].

Wie wahr. Das Bergsteigen habe ich mir schon immer verkniffen, doch das Fotografieren konnte ich nie lassen, wenn ich in der Nähe war.

Matterhorn von Zinal aus

Das Wichtigste in Kürze

Das Wahrzeichen: Mit 4.478 Metern ist das Matterhorn einer der höchsten Berge der Alpen und DAS Wahrzeichen der Schweiz [2]. Seine pyramidenförmige Gestalt ist weltweit einzigartig.

Grenzgänger: Der Berg steht in den Walliser Alpen zwischen Zermatt (Schweiz) und Breuil-Cervinia (Italien). Ost-, Nord- und Westwand liegen auf schweizerischem, die Südwand auf italienischem Staatsgebiet [3].

Der Name: “Matte” steht im Walliser Dialekt für Wiese, “Horn” für Gipfel. Gemeint ist die Wiese unterhalb der Gornerschlucht, auf der das heutige Zermatt (“Zur Matte”) steht [4]. Die Einheimischen sagen einfach “ds Horu”.

Meistfotografiert: Kein Berg wird weltweit häufiger fotografiert. Über eine Million Besucher kommen jährlich nach Zermatt, um das Matterhorn zu sehen.

Persönliche Liebe: Seit den 1980er Jahren bin ich in diesen Berg verliebt – nicht zum Besteigen, sondern zum Anschauen und Fotografieren.

Die wichtigsten Fakten zum Matterhorn

Das Matterhorn (italienisch Monte Cervino oder Cervino, französisch Mont Cervin oder Le Cervin, Walliserdeutsch Hore oder Horu) ist mit 4.478 m ü. M. einer der höchsten Berge der Alpen [3]. Wegen seiner markanten Gestalt und seiner Besteigungsgeschichte ist das Matterhorn einer der bekanntesten Berge der Welt.

Für die Schweiz ist es ein Wahrzeichen und eine der meistfotografierten Touristenattraktionen. Der Berg steht in den Walliser Alpen zwischen Zermatt und Breuil-Cervinia. Ost-, Nord- und Westwand liegen auf schweizerischem, die Südwand auf italienischem Staatsgebiet.

Ja, ich bin eindeutig in den Berg verliebt.

Sehen statt Besteigen

Mir persönlich ging es nie darum, einen Berg zu besteigen. Nein, das einfache Sehen und Anschauen ist es, was mich einfach glücklich macht. Schon fast ehrfürchtig habe ich damals meine ersten Fotoversuche gemacht.

Doch die ersten Jahre habe ich meistens die Gegend im Wallis bei schlechtem Wetter besucht und nur Wolken gesehen. Außerdem hatte ich einfach nicht das Geld, um mit der Bahn bis nach Zermatt zu fahren. Geschweige denn mit der Seilbahn irgendwo die Berge hinauf zu fahren.

Dies hatte jedoch einen maßgeblichen Vorteil: Dadurch dass ich nicht jedes Mal nach Zermatt fahren konnte, habe ich das Matterhorn von einer ganz anderen Seite lieben gelernt.

Die Perspektive von Zinal

Von Zinal aus, einem nicht ganz so prominenten Ski-Ort im Wallis. Zinal ist ein Ferienort im Val d’Anniviers im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis und gehört zur Gemeinde Anniviers. Der Ort ist als Ausgangspunkt für die Besteigung von mehreren Walliser Viertausendern bekannt [5].

Grandioser Vorteil: Man kann sehr weit mit dem Auto in das Tal von Zinal fahren und mit einer Wanderung kommt man dem Matterhorn ein ganzes Stück nahe.

Okay, es sind immer noch ca. 10 km Luftlinie, wenn man nach über anderthalb Stunden Wanderung an die Kupfermine ankommt, die 1832 in dem Berg La Lée oberhalb von Zinal entdeckt wurde. Doch es lohnt sich.

Von Zermatt aus sind es rund 8 km Luftlinie, und man kommt noch näher ran, wenn man zum Beispiel zum Trockenen Steg auf über 2.900 m hinauffährt [6].

Verlorene analoge Schätze

Von meinen analogen Fotos habe ich leider keine Abzüge mehr. Die Bilder und Negative sind einfach mit der Zeit verloren gegangen. Außer ein schwarz/weiß-Bild, das seit Jahren im Treppenhaus hing. Allerdings ganz klein (10 x 15 cm) und leider verblasst und beschädigt.

Ich weiß nicht wirklich viel über den Berg und die Umgebung. Doch eines weiß ich: Das Matterhorn ist einfach schön. Zermatt ist eine tolle Stadt, doch mir meistens zu voll.

Matterhorn vom 5 Seenweg aus

Der Fünf-Seenweg 2018

2018 haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und sind den Fünf-Seenweg oberhalb von Zermatt gewandert [7]. Wir hatten unseren Schnitzel dabei, und es war für ihn recht anstrengend.

Beim Fotografieren hatte ich dann meistens Wolken um den Gipfel, sodass ich wieder einmal das Matterhorn nur ganz kurz, zum Beginn der Wanderung, in seiner vollen Schönheit sah.

Die nachfolgenden Bilder sind aus drei Besuchen in der Schweiz:

  • Januar 2013: Von Zermatt aus mit der Nikon D300s
  • 2013: Aus der Sicht von Zinal bzw. der Kupfermine mit der Nikon D300s
  • 2018: Fünf-Seenweg mit unserem Hund Schnitzel, fotografiert mit der Nikon D750

Faszinierende Fakten zum Matterhorn

Erstbesteigung mit Tragödie: Am 14. Juli 1865 gelang Edward Whymper und seinem sechsköpfigen Team die Erstbesteigung über den Hörnligrat. Beim Abstieg stürzten vier Bergsteiger 1.200 Meter in die Tiefe und starben [8]. Das gerissene Seil ist heute im Matterhorn Museum in Zermatt ausgestellt.

Speed-Rekord: Der Schweizer Dani Arnold bestieg 2015 die Matterhorn-Nordwand in nur 1 Stunde 46 Minuten – ein Weltrekord [9]. 2018 sprintete Andreas Steindl vom Zermatter Kirchplatz zum Gipfel und zurück in 3 Stunden 59 Minuten.

Besteigungsrekord: Der Zermatter Bergführer Richard Andenmatten hat das Matterhorn über 850 Mal bestiegen [3]. Ulrich Inderbinen, eine Zermatter Legende, bestieg es 371 Mal – sein letztes Mal mit 90 Jahren!

Toblerone-Inspiration: Die markante pyramidenförmige Spitze inspirierte 1908 Theodor Tobler und seinen Cousin Emil Baumann zur Form der Schweizer Schokolade “Toblerone” [3].

Beste Aussichtspunkte

Wer das Matterhorn nicht besteigen, aber trotzdem aus nächster Nähe erleben möchte, hat mehrere Optionen:

Gornergrat (3.089 m): Erreichbar mit der ersten elektrischen Zahnradbahn der Schweiz in rund 30 Minuten ab Zermatt. Die Aussichtsplattform ist ganzjährig geöffnet und bietet einen fantastischen Blick auf das Matterhorn [6].

Klein Matterhorn / Matterhorn Glacier Paradise (3.820 m): Die höchste Seilbahnstation der Alpen. Von dort hat man einen atemberaubenden Blick auf das Matterhorn, nur durch den Theodulpass getrennt [6].

Schwarzsee (2.583 m): Ein idyllischer Bergsee auf einem Sonnenplateau, idealer Ausgangspunkt für Wanderungen mit Matterhorn-Panorama [1].

Fünf-Seenweg: Wanderung von Sunnegga über Grindjisee, Grünsee, Moosjisee, Leisee und Stellisee. Besonders der Stellisee bietet perfekte Spiegelungen des Matterhorns [7].

Warum das Matterhorn so besonders ist

Es gibt viele hohe Berge in den Alpen. Einige sind sogar höher als das Matterhorn. Aber keiner hat diese perfekte Pyramidenform. Keiner ist so fotogen. Keiner wirkt so majestätisch.

Das Matterhorn ist ein Karling – seine charakteristische Form entstand durch Erosion und Gletscherschliff in den Eiszeiten [3]. Die Natur hat hier über Jahrtausende ein Meisterwerk geschaffen.

Und genau das ist es, was mich seit über 40 Jahren fasziniert. Jedes Mal, wenn ich das Matterhorn sehe, ist es wie das erste Mal. Die Ehrfurcht bleibt. Die Faszination bleibt. Die Liebe bleibt.


Quellen

[1] MySwitzerland.com – Matterhorn
Offizielle Schweiz-Tourismus-Website: Das Matterhorn ist mit 4.478 Metern Höhe und seiner charakteristischen Pyramidenform wahrscheinlich der meistfotografierte Berg der Welt. Die Region um das Matterhorn ist eine wahre Naturidylle.
URL: https://www.myswitzerland.com/de-ch/reiseziele/matterhorn-4478-m-ue-m-wahrzeichen-der-schweiz/
Land: CH
Stand: Februar 2026

[2] Matterhorn Paradise – Alles rund um das Matterhorn
4.478 Meter hoch, markant und unverkennbar, perfekt geformt wie eine ägyptische Pyramide steht es am Ende des Mattertals, inmitten der Walliser Alpen: das Matterhorn. Majestätisch und ehrfurchtgebietend, der meistfotografierte Berg der Welt.
URL: https://www.matterhornparadise.ch/de/erleben/region/matterhorn
Land: CH
Stand: Februar 2026

[3] Wikipedia – Matterhorn
Umfassender Artikel über das 4.478 Meter hohe Matterhorn in den Walliser Alpen. Informationen zu Geschichte, Geologie, Erstbesteigung, Rekorden und kultureller Bedeutung. Das Matterhorn ist ein Karling, dessen Form durch eiszeitliche Erosion entstand.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Matterhorn
Land: CH
Stand: 10. Oktober 2002 (laufend aktualisiert)

[4] Alpin.de – Mythos Matterhorn
“Matte” steht im Walliser Dialekt für Wiese, “Horn” bedeutet so viel wie Gipfel. Gemeint ist wahrscheinlich die Wiese unterhalb der Gornerschlucht, auf der das heutige Zermatt (“Zur Matte”) steht. Die Einheimischen Walliser nennen das Matterhorn übrigens “ds Horu”.
URL: https://www.alpin.de/50341/artikel_mythos_matterhorn.html
Land: DE
Stand: Februar 2026

[5] Wikipedia – Zinal
Zinal ist ein Ferienort im Val d’Anniviers im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis und gehört zur Gemeinde Anniviers. Der Ort ist als Ausgangspunkt für die Besteigung von mehreren Walliser Viertausendern bekannt.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Zinal
Land: CH
Stand: 26. Juli 2004 (laufend aktualisiert)

[6] Switzerland Highlights – Mythos Matterhorn
Das Klein Matterhorn (Matterhorn Glacier Paradise) auf 3.820 Metern ist die höchste Seilbahnstation der Alpen. Weitere Aussichtspunkte sind der Gornergrat (erreichbar mit der ersten elektrischen Zahnradbahn der Schweiz in rund 30 Minuten) oder das Rothorn.
URL: https://www.switzerland-highlights.com/de/matterhorn-wahrzeichen-schweiz/
Land: CH
Stand: 29. Mai 2024

[7] Zermatt.ch – 5-Seenweg
Der 5-Seenweg ist eine der beliebtesten Wanderungen in Zermatt. Die Route führt von Sunnegga über fünf kristallklare Bergseen (Stellisee, Grindjisee, Grünsee, Moosjisee, Leisee) mit spektakulären Aussichten auf das Matterhorn.
URL: https://www.zermatt.ch/de/Media/Attraktionen/5-Seenweg
Land: CH
Stand: Februar 2026

[8] Gornergrat Bahn – Das Matterhorn
Am 14. Juli 1865 gelang Edward Whymper mit seinem Team die Erstbesteigung. Beim Abstieg, 300 Meter unterhalb des Gipfels, rutschte Hadow aus und fiel auf Bergführer Croz. Vier Bergsteiger stürzten 1.200 Meter in die Tiefe und starben als erste Opfer des Matterhorns.
URL: https://www.gornergrat.ch/de/stories/das-matterhorn
Land: CH
Stand: Februar 2026

[9] Bestswiss – Das Matterhorn
Schnellster Aufstieg über die Hörnli-Route (Schweizer Seite): Dani Arnold (Schweizer Alpinist) stellte 2015 den Rekord mit 1 Stunde und 46 Minuten auf. Zuvor hielt Ueli Steck den Rekord mit ca. 1 Stunde und 56 Minuten.
URL: https://bestswiss.ch/matterhorn
Land: CH
Stand: 8. April 2025