Wenn Fotos zu Kunst werden
Rückblickend betrachtet war unsere Reise nach Island im Jahr 2017 eine der beeindruckendsten, spektakulärsten und intensivsten Reisen. Es ab unendlich viel zu sehen und zu entdecken.
Auch einige Jahre nach unserer Reise, nachdem wir alle Bilder immer wieder gesichtet, sortiert und reduziert haben, können wir uns einfach nicht daran sattsehen.
Irgendwann war es an der Zeit, die schönsten Fotos aus Island intensiver zu bearbeiten und noch mehr aus ihnen herauszuholen. So entstand die Serie “Island Artwork by Stawi”.
Das Wichtigste in Kürze
Die Reise 2017: Eine der spektakulärsten und intensivsten Reisen meines Lebens durch Island – das Land aus Feuer und Eis.
Jahre später: Nach unzähligen Stunden des Sichtens, Sortierens und Reduzierens entstanden aus den schönsten Fotos intensive Artworks mit persönlicher Handschrift.
Fotografie-Paradies: Island gilt als eines der besten Reiseziele für Landschaftsfotografie weltweit. Die Vielfalt von Wasserfällen über Gletscher bis zu schwarzen Stränden ist einzigartig [1].
Wechselhaftes Wetter: An einem durchschnittlichen Tag in Island können alle vier Jahreszeiten zusammenkommen [2]. Das macht die Fotografie herausfordernd – und spannend.
Die Geschichten: Alle Reiseberichte und Hintergründe zu den Bildern gibt es auf stawi.net.
Warum Island?
Island ist ein Land, das dich nicht loslässt. Einmal dort gewesen, träumst du nachts von tosenden Wasserfällen, schwimmenden Eisbergen und Landschaften, die aussehen, als wären sie von einem anderen Planeten.
Die Insel ist mit einer unglaublichen Naturschönheit gesegnet und ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Fotoenthusiasten [3]. Von spektakulären Wasserfällen über majestätische Gletscher bis hin zu den berühmten schwarzen Sandstränden – Island bietet fotografische Vielfalt auf engstem Raum.
Island gehört zu den neun besten Orten für Landschaftsfotografie weltweit [4]. Das liegt nicht nur an der Natur, sondern auch an den besonderen Lichtverhältnissen. Im Sommer die Mitternachtssonne mit fast 24 Stunden Tageslicht, im Winter die Polarlichter und lange, goldene “Blaue Stunden”.
Die Reise 2017
Unsere Island-Reise 2017 war intensiv. Wir hatten ein Auto gemietet und genossen die Freiheit, einfach stehen bleiben zu können, wo es uns gefiel. Abstecher abseits der bekannten Touristentrampelpfade gehörten genauso dazu wie die Klassiker.
Ich erinnere mich noch gut an den ersten Wasserfall: Den Seljalandsfoss im strömenden Regen. Wasser von allen Seiten – von oben der Regen, unten die Pfützen und der Fluss, von der Seite die Gischt des Wasserfalls. Grandios! [5]
Oder der Gljúfrabúi, der “Bewohner der Schlucht” – ein 40 Meter hoher Wasserfall, versteckt in einer Felsspalte. Um zu ihm zu gelangen, mussten wir durch einen schnell fließenden Bach waten. Ein Balanceakt zwischen Faszination und praktischen Herausforderungen [6].
Die Gletscherlagune Jökulsárlón war ein Höhepunkt. Die Eisberge, die mit den Gezeiten über die Wasseroberfläche treiben, und der nahegelegene Diamond Beach, wo Eisbrocken wie polierte Diamanten auf dem schwarzen Sandstrand verstreut liegen [2].
Von Foto zu Artwork
Nach der Reise begann die eigentliche Arbeit. Tausende Fotos wollten gesichtet, sortiert und reduziert werden. Ein Prozess, der sich über Jahre hinzog. Immer wieder schaute ich die Bilder an, immer wieder entdeckte ich neue Lieblingsfotos.
Und dann, irgendwann, war der Moment gekommen: Ich wollte mehr aus diesen Bildern herausholen. Nicht einfach nur entwickeln, sondern intensiv bearbeiten. Ihre Stimmung verstärken, ihre Dramatik betonen, ihre Schönheit herausarbeiten.
So entstanden die “Island Artworks by Stawi” – eine Serie, die weit über klassische Landschaftsfotografie hinausgeht. Jedes Bild erzählt nicht nur von Island, sondern auch von meiner persönlichen Beziehung zu diesem Land.
Was macht Island so fotogen?
Es ist die Kombination aus mehreren Faktoren:
Die Vielfalt der Landschaften: Auf kleinem Raum findest du Wasserfälle, Gletscher, Vulkane, heiße Quellen, schwarze Strände, grüne Täler und schroffe Berge. Jeder Tag bringt neue Motive.
Das Licht: Island liegt nahe am Polarkreis. Die Sonne steht nie so hoch wie in Mitteleuropa, was zu besonders weichem, fotogenem Licht führt. Im Sommer die endlosen goldenen Stunden der Mitternachtssonne, im Winter die kurzen, aber intensiven Lichtmomente [2].
Das Wetter: Ja, das isländische Wetter ist eine Herausforderung. Aber genau diese Dramatik macht die Bilder besonders. Wolken, die über Berge ziehen. Regen, der Wasserfälle noch eindrucksvoller wirken lässt. Nebel, der Landschaften mystisch erscheinen lässt.
Die Zugänglichkeit: Die meisten Highlights Islands sind relativ einfach zu erreichen. Die Ringstraße erschließt die schönsten Orte, und selbst abgelegene Spots sind oft nur eine kurze Wanderung entfernt.
Die technische Seite
Fotografisch gesehen ist Island anspruchsvoll. Das wechselhafte Wetter erfordert flexibles Denken und schnelles Reagieren. Manchmal hast du nur Minuten, um das perfekte Licht einzufangen.
Für Landschaftsfotografie in Island sollte man folgende Ausrüstung dabei haben [7]:
- Stativ: Unverzichtbar für Langzeitbelichtungen von Wasserfällen und Polarlichtern
- Graufilter (ND-Filter): Für weiche, neblige Wasserfälle auch bei Tageslicht (nutze ich nicht)
- Polfilter: Reduziert Reflexionen und verstärkt Kontraste
- Weitwinkelobjektiv: Für die epischen Landschaftsaufnahmen
- Wetterschutz: Regen und Gischt sind ständige Begleiter
Aber am Ende ist nicht die Technik entscheidend, sondern der Blick. Die Fähigkeit, in der Landschaft die besonderen Momente zu sehen. Die Geduld, auf das richtige Licht zu warten. Die Bereitschaft, auch bei Regen und Wind rauszugehen.
Die Geschichten hinter den Bildern
Jedes Foto in der “Island Artwork by Stawi”-Serie hat seine eigene Geschichte. Von der verlorenen Kamerakappe am Skógafoss bis zum magischen Moment am Kirkjufell, als die Wolken sich für genau drei Minuten teilten.
Diese Geschichten, die Reiseberichte und alle Hintergründe zu den Bildern gibt es ausführlich auf stawi.net. Dort nehme ich euch mit auf die gesamte Reise – vom ersten Moment bis zur Rückkehr.
Island verändert deinen Blick
Was Island mit dir macht, ist schwer in Worte zu fassen. Es ist nicht nur die Landschaft. Es ist das Gefühl von Freiheit. Die Erkenntnis, wie klein man selbst ist. Die Ehrfurcht vor der Kraft der Natur.
Und diese Gefühle fließen in die Bilder ein. Jedes Artwork ist nicht nur eine technische Bearbeitung, sondern ein Versuch, diese Emotionen zu transportieren. Die Kraft des Dettifoss, die Ruhe der Gletscherlagune, die Dramatik der schwarzen Strände.
